Teilnehmer des 1. Bildungskongress des buddY E.V. und der Vodafone Stiftung Deutschland
Maik Ekert ist Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Wolfsburg. Er besucht zurzeit die 13. Klasse und wird voraussichtlich 2010 sein Abitur machen. Er ist ein sehr engagierter Schüler und nimmt an zahlreichen Rhetorikprogrammen teil, um nicht nur sich, sondern auch um andere Schüler zu schulen wie man sich in bestimmten Lebenssituationen zu verhalten hat. Bislang hat er an einigen sozialen Projekten wie das „Outface-Programm“ des deutschen roten Kreuz mitgemacht und wir in nächster Zeit mit einigen anderen einen eigenen Rhetorikkurs leiten. Bereits auf der Budyverleihung am Albert-Schweitzer-Gymnasium war er einer von drei Moderatoren und hat dort seine ersten Erfahrungen gesammelt. Sein Interesse liegt allgemein in sozialen Projekten, welche er mit großer Freude ausübt. Maik moderiert gemeinsam mit Nicole Kaminski den Bildungskongress. Der Jugendrat der Landeshauptstadt Düsseldorf vertritt die Interessen der Kinder und Jugendlichen in der Stadt. Er wurde im Oktober 2007 erstmalig von 19.311 (38,6%) Düsseldorfer Jugendlichen im Alter von elf bis 21 Jahren gewählt und setzt sich aus 31 Mitgliedern aus den zehn Düsseldorfer Stadtbezirken zusammen. Er vertritt die Meinungen und Vorstellungen der jungen Düsseldorferinnen und Düsseldorfern und macht auf ihre Belange aufmerksam. Die "Nachwuchspolitiker" entwickeln in den Sitzungen sowie in vier Arbeitsgruppen eigene Projekte und Lösungsvorschläge, die dann an die Kommunalpolitiker in den Fachausschüssen und in den Bezirksvertretungen weitergeleitet werden, denn der Jugendrat kann Anträge und Anfragen an die zuständigen Gremien der Stadt beschließen und dort seine Interessen vertreten. „Mitmischen mit Wirkung!“ lautet die Devise des Düsseldorfer Jugendrates. Prof. Dr. Anne Sliwka ist Professorin für Erziehungswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. Nach dem Studium in Bonn, Paris und Oxford war sie Projektmanagerin im Internationalen Netzwerk innovativer Schulsysteme (INIS). Im Rahmen des BLK-Programms „Demokratie lernen und leben“ forschte Sie über Bürgerbildung an Schulen. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Lehrerprofessionalit#t und Schulentwicklung. 
Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth trug von 1988 bis 1998 das Amt der Bundestagspräsidentin. Davor war sie Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Familie, Jugend und Gesundheit (1971 bis 1985) und wurde 1985 zur Bundesministerin für Jugend, Familie, Gesundheit ernannt (1985 bis 1988). Vor ihrer politischen Karriere hatte Süssmuth unter anderem einen Lehrstuhl für Internationale Vergleichende Erziehungswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum inne. Die erziehungswissenschaftliche Diskussion verfolgt sie bis heute und Bildung ist innerhalb ihres umfangreichen gesellschaftlichen Engagements einer ihrer wichtigsten Arbeitsschwerpunkte. Süssmuth ist unter anderem Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes (seit 1988) sowie Präsidentin der SRH Hochschule Berlin (seit 2005). Seit 2006 ist Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth Präsidentin des buddY E.V.
Mark Speich ist seit dem 1. Mai 2008 Leiter der Abteilung Corporate Responsibility und Stiftungen bei der Vodafone D2 GmbH sowie Geschäftsführer der Vodafone Stiftung Deutschland. Zuvor leitete er die Planungsgruppe der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Von 1999 bis 2005 war er in verantwortlicher Position für die Herbert-Quandt-Stiftung der ALTANA AG in Bad Homburg vor der Höhe tätig, zuletzt als Leiter des Bereichs „Gesellschaft und Politik“ sowie des Berliner Büros der Stiftung. In den Jahren 1997 und 1998 war er persönlicher Referent des Rektors der Universität Bonn. Seine berufliche Laufbahn begann im Büro für Politische Beratung des CDU-Generalsekretärs im Bonner Konrad-Adenauer-Haus.
Er studierte Geschichte, Politikwissenschaften und Staatsrecht in Bonn und
Cambridge und promovierte bei dem Bonner Zeithistoriker Prof. Dr. Hans-Peter Schwarz. Mark Speich ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.

Die August-Claas-Schule ist eine Ganztagshauptschule mit rund 570 Schülern. Mehr als 180 von ihnen sind Buddys und sieben Lehrkräfte der Schule haben sich 2006 zu Buddy-Coaches ausbilden lassen. Gemeinsam haben sie xx Buddy-Projekte auf die Beine gestellt und das Buddy-Prinzip fest im Schulalltag verankert. Sie zeigen, wie Schüler Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen können und damit gleichzeitig die individuelle Förderung an ihrer Schule unterstützen. Bei den Lernstandserhebungen 2008 für die 8. Klassen zählte die August-Claas-Schule zu den 184 von insgesamt 2.100 Schulen in NRW, die in ihrer Schulform und ihrem Standorttyp die besten Ergebnisse erzielten. 2008 wurde sie zudem beim bundesweiten Wettbewerb „Ausbildungs-Ass“ mit dem Förderpreis der Jungen Deutschen Wirtschaft ausgezeichnet: Die Schule überzeugte durch ihr intensives Engagement für die Berufsvorbereitung. Im Jahr 2009 konnten mehr als 60 Prozent der Schulabgänger in eine Berufsausbildung vermittelt werden.
Uwe Brecher war als Trainer und Referent im Bereich Geräteturnen und Leichtathletik tätig, erwarb Erfahrung in der Spiel- und Erlenispädagogik durch den Betrieb des Spielmobils „Rolli“, arbeitete als Physiklaborant, studierte Sport und Physik und war selbstständig mit Internetdienstleistungen tätig. Seit 10 Jahren ist er Klassenlehrer an der Helene- Lange-Schule in Wiesbaden. Er arbeitet an der Weiterentwicklung des Selbstständigen Lernens mit den Zielen Partizipation, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung für den Lernerfolg und Nachhaltigkeit unter besonderer Berücksichtigung der Gestaltung der Lernumgebung, der Ganzheitlichkeit und dem Aspekt des bewegten Lernens. Außerdem gibt Uwe Brecher Fortbildungen und Lehraufträge.
Peter Daschner, Landesschulrat, ist seit 2003 Direktor des Hamburger Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) und damit u.a. zuständig für die Ausbildung (2. Phase) und die Fortbildung der 15.000 Hamburger Lehrer sowie die Qualifizierung des schulischen Leitungspersonals. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt des Landesinstituts ist die Unterstützung der Schulen und die Qualifizierung der Lehrkräfte für die im nächsten Jahr beginnende Hamburger Schulreform – längeres gemeinsames Lernen, Zwei-Wege-Modell zum Abitur – durch eine große Fortbildungsoffensive. Peter Daschner ist außerdem Herausgeber bzw. Redaktionsmitglied der Zeitschriften PÄDAGOGIK, HAMBURG MACHT SCHULE und Journal für Schulentwicklung.
Prof. Dr. Peter Fauser ist 1948 in Schwäbisch Gmünd geboren. Er hat nach Studium und Berufspraxis als Musik- und Mathelehrer in Tübingen Pädagogik studiert und ist seit 1992 Professor für Schulpädagogik und Schulentwicklung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er ist Mitbegründer der Imaginata, des Förderprogramms „Demokratisch Handeln“ und des Deutschen Schulpreises. Sein Interesse gilt dem Zusammenhang zwischen Lernen, Vorstellungskraft und Demokratie und deren Förderung durch Schule und Erziehung. Lernen heißt: Sich die Kultur aneignen und sie dadurch erneuern.
Der Schweizer Peter Fratton gehört – nach Aussagen des Regierungspräsidiums Stuttgart – zu den renommiertesten Schulgründern und Schulinnovatoren Europas. Peter Fratton gründete 1980 das erste „Haus des Lernens“ in Romanhorn. Zwischenzeitlich gab es weltweit zahlreiche Schulgründungen. Alle Lernhäuser bestechen durch ihre Philosophie, die Leistungsanforderungen und den Erfolg. Schule und Lernen sind geprägt vom respektvollen Miteinander, von der gestalteten Lernumgebung, der Zielorientierung und klaren Leistungsanforderungen. Sein Konzept des Autonomen Lernens in der gestalteten Umgebung wird in den Häusern des Lernens angewendet vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung. Vor drei Jahren hat er die operative und strategische Führung seiner Lernhäuser abgegeben und ist jetzt als Referent und Begleiter von Schulentwicklungen nach seinen Konzepten tätig.
Die Gemeinschaftsgrundschule Richardstraße in Düsseldorf ist Offene Ganztagsgrundschule mit insgesamt 11 Klassen. Alle Schüler lernen in altersgemischten Gruppen: Zwei Halbtagsklassen bilden die Schuleingangsphase, zwei die Aufbauklassen mit den Jahrgängen drei und vier. In den sieben Ganztagsklassen werden die Kinder gemeinsam in den Jahrgängen 1 – 4 unterrichtet. Lehrkräfte arbeiten eng mit den pädagogischen Mitarbeitern der AWO zusammen. In der Zeit von 8.00 – 16.30 Uhr profitieren die Kinder von einem großen Zusatzangebot wie z.B. kulturellen und sportlichen Angeboten, der pädagogischen Einzelförderung, einer Vielzahl von AGs, spezieller Sprachförderung und Instrumentalunterricht durch Fachleute der Clara-Schumann-Musikschule Düsseldorf. Das integrative Ganztagssystem ermöglicht den Wechsel von Unterricht, Erholungs- und Entspannungsphasen und garantiert so die im Erlass zur Offenen Ganztagsgrundschule geforderte kindgemäßere Rhythmisierung. Neben der Wissensvermittlung steht die pädagogische Erziehungsarbeit im Vordergrund. Ziel ist es, ein konfliktarmes, gleichwertiges Miteinander zu schaffen. In dieses Konzept fügt sich das seit 2008 etablierte Buddy-Projekt nahtlos ein. Die bisher 35 gewählten Buddys der Schule sind als Fußball-Buddys, Bücherei-Buddys sowie in der Schülerkonferenz tätig. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen, diskutieren ihre Wünsche und Probleme und gestalten ihr Schulleben aktiv mit. So erfahren sie zum einen ihre Selbst-Wirksamkeit und gewinnen zum anderen an Selbst-Bewusstsein. Über diese Projekte hinaus hält der Buddy-Gedanke verstärkt Einzug in die unterrichtliche Arbeit. Das neuentwickelte Freiarbeitskonzept ermöglicht es den Kindern, ihr Lernen verstärkt eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und dem Lehrer die Rolle des Lernbegleiters statt des Wissensvermittlers zu geben. Für ihr umfangreiches Engagement hat die Gemeinschaftsgrundschule Richardstraße bereits den Wettbewerb der Sparda-Stiftung in der Kategorie „Innovation Schule“ gewonnen. 

KABAWIL wurde 2003 in Düsseldorf als gemeinnütziger Verein mit dem Ziel gegründet, Kindern und Jugendlichen über die Einbindung in Kulturarbeit und kulturelle Produktionen eine neue Perspektive für ihr Leben und ihre Positionierung in der Gesellschaft zu bieten. Seither hat KABAWIL in Kooperation mit unterschiedlichen Institutionen und Trägern vielschichtige Tanztheaterproduktionen wie u.a. hungryfeet.de, Die dunkle Seite der Sonne, Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? oder Leila und Madschnun entwickelt. KABAWIL erarbeitet und inszeniert gemeinsam mit den Jugendlichen gesellschaftlich hochrelevante Themen, wie die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und Identität oder Liebe zwischen Kulturen und Religionen. Die Arbeit von KABAWIL weist einen starken Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen auf. Für die Produktion Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? wurde KABAWIL 2008 mit dem 1. Platz des Jugendkulturpreises NRW ausgezeichnet. Information: www.kabawil.de
Nicole Kaminski ist 19 Jahre alt und besucht das Albert Schweizer Gymnasium Wolfsburg. Sie wird voraussichtlich 2010 Ihr Abitur machen. Seit 2008 engagiert sie sich bei Projekten wie dem Mensadienst oder dem Lernprojekt „Schüler helfen Schülern“, die von der Schule sowie dem Schulzentrum ins Leben gerufen worden sind. Zusammen mit einer Gruppe anderer Schüler hat Nicole ebenfalls am Projekt des Roten Kreuzes „Outface“ teilgenommen. Nicole moderiert gemeinsam mit Maik Ekert den Bildungskongress.
Rolf Kessler arbeitete zunächst als Grundschullehrer, dann als Fachleiter Musik, später als Schulleiter, zuletzt an der GGS Richardstraße in Düsseldorf-Eller. Er leitete zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen zu musikspezifischen Themen und hielt auf Landes- und Bundesebene Vorträge zur Vernetzung von Schule mit Kinder- und Jugendhilfe, von Schule und Musikschule und zur Offenen Ganztagsschule. Seit 2003 ist Rolf Kessler Berater für die Offene Ganztagsschule in der Landeshauptstadt Düsseldorf, seit 2008 Mitglied im Kuratorium des Programms Jedem Kind ein Instrument.
Aktuell ist er im Schulverwaltungsamt Düsseldorf tätig als Pädagogische Leitung des Bildungsbüros.
Frederic Rupprecht (17) ist Landesvorsitzender der schülerInnenkammer hamburg (skh) und engagiert sich seit fünf Jahren aktiv in der SchülerInnenvertretung u.a als Schulsprecher, Kreisschülerratsvorsitzender und Bundesdelegierter. Im Herbst 2007 hat er eine Ausbildung zum Schülermoderator bei „SchülerInnen-Schule-Mitbestimmung“ abgeschlossen und bildet seitdem SchülerInnen und LehrerInnen interaktiv u.a. zu Mitwirkungsmöglichkeiten, Feedbackmethoden und Rechten fort. Schwerpunkt in seiner Landesschülervertretungsarbeit stellt der Wiederaufbau der skh und der Partizipationsstrukturen in Hamburg dar, die Begleitung der Schulreform, die Gründung und Konzeptarbeit der Fortbildungsoffensive „Einführungsstunde.SV“ in Kooperation mit dem SV-Bildungswerk und die Organisation eines Schülerdelegationsaustausches mit dem Johannesburg Student Council. Er ist Alumni des Congressional Youth Leadership Councils und nahm als solcher u.a. an der Presidential Youth Inaugural Conference des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack H. Obama, in Washington DC. im Januar dieses Jahres teil.

Das Wilhelm-Busch-Gymnasium in Stadthagen besuchen rund 1490 Schüler, die von 115 Lehrern unterrichtet werden. Rund 200 Buddys sorgen in unterschiedlichen Projekten dafür, dass das Schulleitbild „Wertschätzung – Bildung – Geborgenheit“ aktiv umgesetzt wird. An dem niedersächsischen Gymnasium wird Schule aber nicht nur als ein Ort für Wissensvermittlung verstanden, vielmehr sollen Schüler ihn als Lebensraum wahrnehmen und eigenverantwortlich mitgestalten. Dazu tragen die Buddys einen großen Teil bei: Sie haben ein Mitspracherecht in der SV, leiten in Eigenregie die Schüler-Cafeteria, sind als Sanitäter im Einsatz, wirken als Streitschlichter, helfen bei der Pausenaufsicht und stehen den jüngsten Schülern als Paten zur Seite. Das Buddy-Projekt wirkt am Wilhelm-Busch-Gymnasium so als Klammer für alle Aktivitäten zum sozialen Lernen. Auf dem Bildungskongress stellen Schüler und Lehrer ihre Buddy-Projekte vor und zeigen was es heißt, wenn Schüler Schule machen.
Günter Winands studierte an der Universität Bonn Rechts- und politische Wissenschaften und legte 1986 die zweite juristische Staatsprüfung ab. Winands war unter anderem Tätig als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag (1986 - 1990) und als Lehrbeauftragter an der FHöV Köln. Ab 1991 leitete Winands das Kabinett- und Parlamentsreferat im Bundeskanzleramt bevor er 1999 als Beauftragter für Kultur und Medien in der Bundesregierung tätig war. 2002 übernahm Winands den Posten des Ministerialdirigenten. Seit 2005 ist Winands Staatssekretär im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW.
buddYE.V.
das Buddy-Programm
Das buddY-Programm ist ein Programm zum
Erwerb sozialer Handlungskom- petenzen, das an Schulen umgesetzt wird. Es führt dazu, dass Schüler
Verantwortung für sich und andere übernehmen. mehr
Hauptförderer
Die Vodafone Stiftung Deutschland hat das buddY-Programm 1999 ins Leben gerufen und ist seitdem Hauptförderer. Mehr zur Vodafone Stiftung Deutschland und den Motiven für ihr Engagement erfahren Sie hier.mehr



