Das Buddy-Programm – Häufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ)
1. WIE FUNKTIONIERT DAS BUDDY-PROGRAMM?
2. WELCHE ZIELE HAT DAS BUDDY-PROGRAMM?
3. WO GIBT ES DAS BUDDY-PROGRAMM?
4. WER IST DIE ZIELGRUPPE DES BUDDY-PROGRAMMS?
5. WER PROFITIERT VOM BUDDY-PROGRAMM?
6. WAS SIND DIE VORTEILE DES BUDDY-PROGRAMMS?
7.NACH WELCHEM PÄDAGOGISCHEN KONZEPT ARBEITET DAS BUDDY-PROGRAMM?
8. WIE IST DAS BUDDY-PROGRAMM ENTSTANDEN?
9. WAS SIND DIE ZIELE DES BUDDY E.V. FÜR DAS BUDDY-PROGRAMM?
10. WELCHE ROLLE HAT DIE VODAFONE STIFTUNG?
1. Wie funktioniert das buddY-Programm?
- Unter dem Motto „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen“ übernehmen die BuddYs („buddy“ = englisch für Kumpel) Patenschaften für jüngere Mitschüler, helfen anderen beim Lernen, setzen sich als Streitschlichter ein oder sind Ansprech-partner für Probleme. Dadurch entsteht in Schulen ein verantwortungsvolles Miteinander von Lehrern und Schülern. Sie helfen und unterstützen sich gegenseitig und lernen voneinander.
- Nachhaltige Veränderung der Prozesse von „Lehren“ und „Lernen“ in der Schule: Der Lehrer ist für seine Schüler Begleiter und Berater im Sinne eines Coachs. Damit fördert das buddY-Programm eine Lernkultur, die sich an den Bedürfnissen der Schüler orientiert
2. Welche Ziele hat das buddY-Programm?
- Kinder und Jugendliche stark machen und eine positive Umgangs-, Lehr- und Lernkultur in Schulen entwickeln.
- Schülern die Möglichkeit geben, soziale, emotionale und kognitive Kompetenzen zu entwickeln, die sie für ihren persönlichen und beruflichen Lebensweg brauchen.
- Dazu beitragen, dass Schulen viel mehr leisten können als bloße Wissensvermittlung: Schüler können Unterricht und Schule aktiv mitgestalten.
- Das soziale Klima an den Schulen fördern.
- Langfristig: Einen Beitrag zur Schulentwicklung leisten.
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3. Wo gibt es das buddY-Programm?
- Das von der Vodafone Stiftung initiierte und geförderte buddY-Programm ist derzeit offizielles Schulprogramm in Niedersachsen, Berlin, Hessen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen.In Hamburg wird das buddY-Programm vorerst als Pilotprojekt durchgeführt.
- Insgesamt beteiligen sich bundesweit in Landes- und Regionalprogrammen mehr als 800 Schulen.
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4. Wer ist die Zielgruppe des buddY-Programms?
- Das buddY-Programm arbeitet mit einem Multiplikatorenansatz: Um die Schüler zu erreichen, setzt das buddY-Programm bei den Lehr- und pädagogischen Fachkräften der Schulen an und bildet sie in speziellen Trainings zu buddY-Coaches aus.
- Die Lehrkräfte tragen die buddY-Idee zu ihren Schülern und geben den Anstoß zur Umsetzung von Praxisprojekten.
- In Trainings bereitet der buddY E.V. als Träger des Programms die Lehrer auf ihre neue Rolle als Coach vor und unterstützt sie beim Aufbau von buddY-Praxisprojekten an ihren Schulen.
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5. Wer profitiert vom buddY-Programm?
- Schüler erleben Selbstwirksamkeit. Sie erfahren, dass ihr eigenes Handeln positiv auf sie selbst und andere wirkt. Dadurch sind sie in der Lage, selbständig Aufgaben zu bewältigen und Konflikte zu lösen. Das macht sie stark und steigert ihr Selbstwertgefühl.
- Lehrer werden nachhaltig entlastet, da die Schüler ihre Aufgaben und Probleme untereinander eigenständiger bewältigen. Das buddY-Programm verbessert das Klassenklima und das Lernverhalten der Schüler.
- Schule steigert durch das offene und rücksichtsvolle Miteinander ihren Wert als Lern- und Lebensort. Die Schulkultur verändert sich zu einem konstruktiven Miteinander.
- Eltern werden bei der Erziehung unterstützt.
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6. Was sind die Vorteile des buddY-Programms?
- Das buddY-Programm passt sich flexibel an die Bedingungen der einzelnen Schulen und existierende Programme an, d. h. es besteht keine Konkurrenz zu bestehenden Projekten, sondern das buddY-Programm ist eine bedarfsgerechte Ergänzung.
- Das buddY-Programm ergänzt und verstärkt die Maßnahmen zur Sucht- und Gewaltprävention.
- Das buddY-Programm bietet einen Ansatz zur Schulentwicklung.
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7. Nach welchem pädagogischen Konzept arbeitet das buddY-Programm?
Das pädagogische Konzept des buddY-Programms basiert auf den vier Säulen Peergroup-Education, Selbstwirksamkeit, Lebensweltorientierung und Partizipation. Dies sind gleichzeitig die Qualitätsleitziele des buddY-Programms.
- Peergroup-Education: Lernen von-, für- und miteinander. Das buddY-Programm basiert auf dem pädagogischen Ansatz der Peergroup-Education. Dieser besagt, dass Kinder und Jugendliche einander beeinflussen, voneinander lernen und gegenseitig von ihren Erfahrungen profitieren. „Peers“ (Gleichgesinnte, Gleichaltrige) helfen sich gegenseitig, Probleme zu lösen, ihr Leben zu gestalten und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Dabei erwerben sie soziale Kompetenzen wie z. B. Kommunikations- und Reflexionsfähigkeit. Daher steht das Lernen von-, für- und miteinander im Mittelpunkt aller buddY-Praxisprojekte an den Schulen. Wichtig ist der wechselseitige Austausch von Verantwortung, Erfahrung und Wissen: Die Schüler lernen voneinander und von ihren Lehrern – aber auch die Lehrer von den Schülern.
- Lebensweltorientierung: buddY kommt aus dem Leben. Das buddY-Programm orientiert sich an den Bedürfnissen und Interessen der Schüler. Sie sind an der Projektentwicklung aktiv beteiligt, lernen an Alltagssituationen des sozialen Lebens und erwerben dabei wichtige Kompetenzen für ihr Leben.
- Partizipationsmöglichkeiten bieten: Alle können mitmachen. Das buddY-Programm hat das Ziel, alle Schüler und Pädagogen mit einzubeziehen um ein neues Projekt zu planen, zu gestalten und Entscheidungen zu treffen. Dabei ist es wichtig, dass Schüler die Impulsgeber für neue buddY-Praxisprojekte sind. Jeder bringt seine individuellen Kompetenzen und Fähigkeiten ein.
- Selbstwirksamkeit: Selbstvertrauen schaffen. Ein weiteres wichtiges Ziel des buddY-Programms ist die Förderung von Selbstwirksamkeit. Sie beschreibt die Erfahrung, mit dem eigenen Können und Engagement etwas zu bewirken – und ist grundlegend für die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls. Das buddY-Programm bietet Anlässe, um Selbstwirksamkeit zu fördern: Schüler fühlen sich durch ihre Aufgaben als BuddYs gebraucht und sehen, dass ihr Verhalten eine positive Wirkung hat.
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8. Wie ist das buddY-Programm entstanden?
- Das buddY-Programm wurde 1999 von der Vodafone Stiftung ins Leben gerufen. Das Programm sollte gefährdeten Kindern helfen und damit die akute Straßenkinderhilfe ergänzen.
- Inhaltlich hat sich das Projekt seitdem zu einem umfassenden Präventionsprogramm entwickelt, das von mehr als 800 Schulen bundesweit eingesetzt wird.
- Um das Wachstum professionell zu gestalten, wurde das buddY-Programm im Mai 2005 in einen eigenständigen Verein überführt.
- Hauptförderer des buddY-Programms ist die Vodafone Stiftung. Die Peter Gläsel Stiftung sowie die Landeshauptstadt Düsseldorf unterstützen die Entwicklung und Umsetzung des Modellprojekts in Grundschulen für den Zeitraum von drei Jahren.
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9. Was sind die Ziele des buddY E.V. für das buddY-Programm?
- Der buddY E.V. begleitet und berät die Schulen bei ihren Veränderungsprozessen. Gleichzeitig unterstützt er sie mit gezielten Qualifizierungsangeboten für eine nachhaltige Schulentwicklung.
- Mittelfristig sollen 1.000 Schulen in Deutschland mit dem Buddy-Programm arbeiten.
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10. Welche Rolle hat die Vodafone Stiftung?
- Die Vodafone Stiftung fördert das buddY-Programm seit 1999 und hat bis 2011 ihre Unterstützung zugesagt.
- Die Vodafone Stiftung ist der Hauptförderer und Initiator des buddY-Programms und eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland.
- Sie unterstützt insbesondere Projekte mit Bildungsbezug mit dem Ziel, Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben und gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen. Unter dem Motto „Erkennen. Fördern. Bewegen“ versteht sich die Vodafone Stiftung als „Ermöglicher“ gesellschaftlicher Innovationen. Im Fokus der Stiftungsarbeit stehen junge Menschen – Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, denn sie sind es, die das Land zukünftig gestalten.
buddYE.V.
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