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Das Pädagogische Konzept des Buddy-programms

Das buddY-Programm integriert die Konzepte und pädagogischen Ansätze der Peergroup-Education, Lebensweltorientierung, Partizipation und Selbstwirksamkeit.


1. Peergroup-Education: Lernen von-, für- und miteinander

Peergroup_Pan533C_72dpiEltern wünschen sich natürlich, dass ihre Kinder mit Problemen als erstes zu ihnen kommen. Aber seien wir mal ehrlich: Gleichaltrige sind näher am Geschehen, also an der Lebenswelt ihrer Freunde, dran als jeder Erwachsene. Freunde oder Freundinnen genießen das Vertrauen. Sie hören zu, fragen nach, helfen und unterstützen. Den großen Einfluss, den Gleichaltrige auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben, macht sich die Peergroup-Education (PGE) zu Nutze. Sie bezieht die Problemlösungskompetenzen der „Peers“, also der gleichaltrigen Bezugspersonen, in den Erziehungsprozess mit ein.

Im Zentrum von PGE steht das „Empowerment“, das heißt die Befähigung der Jugendlichen, als Experten für ihre eigenen Belange zu handeln. In den buddY-Praxisprojekten lernen Kinder und Jugendliche von Gleichaltrigen oder Schülern, die wenig älter sind als sie: Fünftklässler schauen sich beispielsweise von Paten aus der 9. Klasse Tipps und Tricks ab, um sich in der neuen Schule zurechtzufinden. Streithähne lernen von Pausen-BuddYs, ihre Konflikte auf dem Schulhof friedlich auszutragen. Und manchmal erklärt ein Gleichaltriger die Mathematikaufgabe viel besser als ein Lehrer. In diesem Lernprozess erwerben beide Seiten wichtige Kompetenzen wie Kooperationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit oder Perspektivenwechsel. Peergroup-Education vermag aber noch mehr: Sie bewirkt eine Haltungsänderung, da Kinder und Jugendliche lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen – in jeder Lebenslage.


2. Lebensweltorientierung: buddY kommt aus dem Leben

Lebensweltorientierung_Gelb_72dpiDas buddY-Programm knüpft an den realen Problemen von  Kindern und Jugendlichen und somit an ihrer alltäglichen Lebenswelt an: Schüler werden befähigt, ihre Probleme und Belange eigenverantwortlich zu lösen. Das buddY-Programm bietet daher kein theoretisches Lernen unter Laborbedingungen, sondern greift Probleme und Fragestellungen aus dem Alltag auf.  

Schüler erwerben ihre Kompetenzen schließlich nicht in der Diskussion abstrakter Modelle und didaktischer Herleitungen, sondern an Fragen, die sie sich im Schulalltag ohnehin stellen: Wie kann ich meinem Freund helfen, der immer von den anderen geärgert wird? Wie können wir das Rauchen auf dem Schulhof verhindern – ohne „uncool“ zu sein?


3. Partizipationsmöglichkeiten bieten: aktive Beteiligung fördern

Partizipation_Gruen__72dpiDas buddY-Programm hat das Ziel, alle Schüler und Pädagogen mit einzubeziehen, um ein neues Projekt zu planen, zu gestalten und Entscheidungen zu treffen. Dabei ist es wichtig, dass Schüler die Impulsgeber für buddY-Praxisprojekte sind. Jeder bringt seine natürlichen Kompetenzen und Fähigkeiten ein.

4. Selbstwirksamkeit: Selbstvertrauen schaffen

Selbstwirksamkeit_rot_72dpiDas vierte Ziel des buddyYProgramms ist die Förderung von Selbstwirksamkeit. Sie beschreibt die Erfahrung, mit dem eigenen Können und Engagement etwas zu bewirken – und ist grundlegend für die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls. Das buddyYProgramm bietet Anlässe, um Selbstwirksamkeit zu fördern: Schüler fühlen sich durch ihre Aufgaben als Buddys gebraucht und sehen, dass ihr Verhalten eine positive Wirkung hat.

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buddY E.V.

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Ich bin ein Buddy, weil...

mich sehr viele aus der Schule kennen, das kann ich positiv nutzen.

(Tom, Buddy aus Berlin)

Ich bin ein Buddy, weil...

ein gutes Beispiel dafür, wie wir gesellschaftliches Engagement als Bildungsziel fördern und unterstützen können.

(Dr. Angela Merkel, Bundeskanzlerin)

Ich bin ein Buddy, weil...

das unser Miteinander verändert und uns zugleich emotional, sozial und kognitiv stärkt.

(Prof. Dr. Rita Süssmuth, Präsidentin des buddY E.V.)

Ich bin ein Buddy, weil...

ein Buddy Verantwortung übernimmt und damit deutliche Spuren hinterlässt.

(Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Universität Bielefeld)

Ich bin ein Buddy, weil...

ich gut Konflikte lösen kann.

(Michelle, Buddy aus Berlin)

Ich bin ein Buddy, weil...

ohne Anerkennung keine Selbstwirksamkeit wächst und somit auch keine Verantwortung.

(Prof. Dr. Wolfgang Edelstein, M.-P.-Inst. für Bildungsforschung)

Das Buddy-Buch

buddy-buch_2Mit dem Buch „Das buddY-Prinzip – soziales Lernen mit System“ lernen Sie den methodisch- didaktischen Hintergrund des buddY-Programms kennen und erfahren, wie man es in die Praxis umsetzt. mehr

Eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier.

Buddys Im EInSATZ

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Der buddY-Projekt-
datenbank
können Sie entnehmen, welche Schulen bundesweit mit dem buddY-Programm arbeiten. Manche Schulen stellen ihre Praxisprojekte auch genauer vor. Lehrer und BuddYs haben die Möglichkeit, von ihrem Engagement zu berichten.mehr

Überregionaler Hauptförderer

Hauptförderer: Vodafone Stiftung


Die Vodafone Stiftung ist eine der großen unternehmens- verbundenen Stiftungen in Deutschland. Als eigenständige gemeinnützige Institution fördert und initiiert sie Projekte mit dem Ziel, Impulse für den gesellschaftlichen Fortschritt zu geben.

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