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Zur Nachahmung Empfohlen...

Hausaufgabenbetreuung? Gibt es an Ihrer Schule schon lange. Aber läuft sie auch erfolgreich? Oder sind Zustrom und Engagement nach der anfänglichen Begeisterung doch etwas abgeflaut?

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Die Hausaufgaben-BuddYs an der Städtischen Realschule in Ahlen haben sich zu einem festen Bestandteil der Nachmittagsbetreuung entwickelt, der von Eltern und Schülern  gleichermaßen begeistert aufgenommen wird. Konrektor Bernd Schäpers ist BuddY-Trainer und hat langjährige Erfahrung in der Projektumsetzung. Seine Tipps zur Einführung von Hausaufgaben-BuddYs sollen zur Nachahmung anregen - und zu nachhaltigem Erfolg Ihres Angebots beitragen.

1. Genug Zeit einplanen

Grundsätzlich sollte ausreichend Zeit für die Erledigung der Hausaufgaben eingeplant werden. Die Schulgesetze sehen bei Kindern im 5. und 6. Schuljahr 1,5 Stunden, bei Schülern im 7. und 8. Schuljahr zwei Stunden vor. In dieser Zeit können Hausaufgaben angefertigt und auch gemeinsam geübt werden. Der Hausaufgaben-BuddY steht als Helfer und Berater zur Verfügung. Seine Unterstützung kann aber nicht den Umfang einer Nachhilfe haben. Damit die BuddYs nicht überfordert werden, sollte eine Gruppe aus maximal sieben Schülern bestehen.

2. Hausaufgabenhefte müssen vollständig sein

Der Hausaufgaben-BuddY muss die Möglichkeit haben, anhand eines Hausaufgabenheftes die Aufgabenstellungen einzusehen. Alle Lehrpersonen tragen daher dafür Sorge, dass die Hausaufgaben im Heft eingetragen sind. Im Idealfall bekommt der Hausaufgaben-BuddY über das Hausaufgabenheft von den Lehrpersonen auch Informationen darüber, welche Inhalte einzelne Schüler wiederholen sollten. Umgekehrt kann der BuddY auf diesem Weg die Lehrperson über Verständnisprobleme des Schülers informieren.

3. Benötigt: Lern- und Übungsmaterial

Die Schüler einer Betreuungsgruppe haben unterschiedlich viele Hausaufgaben zu bewältigen und arbeiten unterschiedlich schnell. Manche von ihnen sind daher früher fertig als andere. Deswegen müssen dem Hausaufgaben-BuddY von den Fachkonferenzen Lern und Übungsmaterialien bereitgestellt werden, die er den Schülern in diesem Fall anbieten kann. Zu einem festgelegten Zeitpunkt, zum Beispiel nach einer Stunde, werden die Schüler aus der Betreuung entlassen, die nachweislich alle Aufgaben erledigt haben. So wird ausgeschlossen, dass sie die anderen Gruppenmitglieder stören. Andere BuddYs können eingesetzt werden, die ihnen Beschäftigungsangebote machen (Spiele, Gespräche) und so die Betreuung sicherstellen.

4. Erwachsene als Ansprechpartner

Während der gesamten Betreuungszeit sollte eine erwachsene Aufsichtsperson zur Unterstützung und als Berater in Problemsituationen ansprechbar sein. Diese Funktion kann eine Lehrperson übernehmen. In Ahlen hat das örtliche Jugendamt einen hauptamtlichen Sozialpädagogen für die Koordination aller Angebote im Rahmen der Nachmittagsbetreuung bereitgestellt. Die Bundesländer bieten hierzu verschiedene Finanzierungsprogramme an. Auch die BuddYs sollten für ihre Aufgabe finanziell entlohnt werden. Die Höhe des Entgelts kann sich an den üblichen Vergütungen für private Kinderbeaufsichtigung orientieren.

5. Hausaufgaben-BuddYs benötigen Handwerkszeug

BuddYs sind Freunde, nicht Aufseher oder Kontrolleure. Ihr Ziel ist es, eine freundschaftliche und familiäre Atmosphäre herzustellen und die betreuten Schüler zu einer zielgerichteten Erledigung der schulischen Aufgaben anzuleiten. Dazu ist es notwendig, dass sie die Bedürfnisse der betreuten Schüler kennen, ihre Lebenssituation einschätzen können und über pädagogisches Handwerkszeug verfügen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bedarf es einer mehrtägigen Ausbildung, die am besten in den Ferien stattfindet. Sie kann von einer sozialpädagogischen Fachkraft nach dem Muster von Jugendgruppenleiter- oder Freizeitleiter-Ausbildungen durchgeführt werden. Inhaltlich geht es um die Themen Gruppendynamik (Phasen der Gruppenentwicklung), Kommunikation (Sprechen über Gefühle, aktives Zuhören, Ich-Botschaften, Feedback geben), Konfliktverhalten (Konfliktstrategien, Streitschlichtung) und Spielpädagogik (Spielkategorien, Spielleitung).

Über die Ausbildung hinaus ist ein Coaching der BuddYs durch die zuständige Lehrperson oder die sozialpädagogische Fachkraft notwendig. Denn viele Herausforderungen können die Jugendlichen zum Zeitpunkt der vorbereitenden Ausbildung noch nicht absehen. Ein Austausch in der Gruppe hilft ihnen in Situationen der Verunsicherung. Ergänzend können den Hausaufgaben-BuddYs Fortbildungen zur Erweiterung ihrer sozialen und pädagogischen Kompetenz angeboten werden. Eine Bescheinigung über die erworbenen Qualifikationen und eine Urkunde als Anerkennung ihrer geleisteten Arbeit sind eine sinnvolle Ergänzung ihrer späteren Bewerbungsunterlagen.

Mehr Infos unter www.realschule-ahlen.de

buddY E.V.

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