Das Buddy-Programm in NRW
Seit 1999 ist das buddY-Programm in Nordrhein-Westfalen mit nunmehr rund 100 Schulen aller Schulformen vertreten. In Zusammenarbeit mit den Bezirksregierungen und Schulämtern sind regionale und kommunale Programme in Ostwestfalen-Lippe und Düsseldorf, sowie regionale Netzwerke in Bonn, Ahlen und Dinslaken entstanden.
„Landesprogramm buddY“ in NRW
Das Schulministerium und der buddY E.V. haben am 25. Februar 2010 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, welche die Einführung des buddY-Programms an den Schulen der Sekundarstufe I im Ganztag in NRW vorsieht. Das Programm soll landesweit als ein systematischer Beitrag zur individuellen Förderung eingeführt werden. Ab dem 01. November 2010 können sich interessierte Schulen um eine Programmteilnahme bewerben. Eine Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertretern des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und den Bildungsreferenten des buddY E.V., wird in einem zweiten Schritt darüber entscheiden, welche Schulen in das Programm aufgenommen werden. Über eine Schulmail und einen Artikel in „Schule NRW“ werden die Schulen in Kürze über den Bewerbungszeitraum und die Bewerbungsmodalitäten informiert. Interessierte Schulen können sich zudem direkt an den buddY E.V. wenden und informieren.
buddY-Regionalprogramme in OWL
Im Rahmen einer Kooperation mit der Bezirksregierung Detmold nahmen ab dem Sommer 2008 die Lehrkräfte von 20 Hauptschulen in OWL an buddY-Trainings teil. Mit diesen Fortbildungen wurde der Startschuss für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Region gegeben. Im Anschluss an die Grundlagentrainings stehen den Hauptschulen seit Anfang 2010 nun die Trainings der Aufbauphase offen.
Gefördert durch die Peter Gläsel Stiftung startete im Herbst 2008 das Modellprojekt „buddY in der Grundschule“ mit 15 Ganztagsgrundschulen in OWL. Mit der Abschlussveranstaltung in Detmold im April 2010 wurde der Erfolg des Modellprojekts zusammen mit Schülern, Lehrern, den Förderern und dem buddY E.V. gefeiert. Nach den Grundlagentrainings haben die Schulen nun auch hier die Möglichkeit, die Module der Aufbauphase zu nutzen. Zudem steht aktuell auch allen weiteren Grundschulen in OWL der Weg offen, die Fortbildungen zu besuchen und buddY-Praxisprojekte einzurichten.
In Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro in Herford werden aktuell Planungen für das Angebot weiterer buddY-Trainings in der Region angestellt.
Kommunale buddY-Programme in Düsseldorf
In Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Gewaltprävention der Stadt Düsseldorf führte der buddY E.V. 2006 und 2007 ein Modellprojekt durch, an dem 23 Schulen und 7 Jugendhilfeeinrichtungen teilnahmen. Hierbei entstanden erfolgreiche Projekte, wie z.B. die Hausaufgabenbetreuung von Förderschülern durch Hauptschüler und buddy-Klassenräte. Aktuell setzen zehn weiterführende Schulen und zwei Jugendfreizeiteinrichtungen das buddy-Programm fort.
Aus der gleichen Kooperation entstand das Modellprojekt „buddY in der Grundschule“, an dem 10 Ganztagsgrundschulen in Düsseldorf teilnahmen. Mit der Abschlussveranstaltung in Detmold im April 2010 wurde der Erfolg des Modellprojekts zusammen mit Schülern, Lehrern, den Förderern und dem buddY E.V. gefeiert. Nach den Grundlagentrainings haben die Schulen nun die Möglichkeit, die Module der Aufbauphase zu nutzen. Zudem steht aktuell auch allen weiteren Grundschulen, sowie den weiterführenden Schulen ohne Ganztag in Düsseldorf, mittels einer Förderung der Fachstelle für Gewaltprävention der Weg offen, die buddY-Grundlagentrainings zu besuchen.
Einzelne buddY-Projektschulen in NRW
Teilweise schon seit vielen Jahren und über ganz NRW verteilt, arbeiten einzelne Schulen, die nicht in regionalen Netzwerken organisiert sind, nach dem buddY-Prinzip. Da es in den „frühen buddY-Jahren“ noch keine standardisierten Trainings der Grund- und Aufbauphase gab, haben diese Schulen selbständig und mit viel Eigeninitiative erfolgreiche buddY-Projekte entwickelt und umgesetzt.Vielen dieser sog. „Bestandsschulen“ steht aktuell über die kommunalen oder regionalen Programme, sowie insbesondere über das NRW-Landesprogramm, der Weg offen, die Grundlagentrainings zu besuchen oder neu hinzu gekommene Lehrkräfte zu qualifizieren.
Über die nachfolgende Suchfunktion können die buddY-Schulen in NRW gefunden werden.
Welche Schulen nehmen in NRW am buddY-Programm teil?
Alle teilnehmenden Schulen sind nachfolgend aufgeführt – manche haben auch genauere Angaben zu ihren Praxisprojekten gemacht. Im LEHRERPORTAL können auch Sie ihr Praxisprojekt eintragen und hier präsentieren.
Grundschule Stift Quernheim
Have a break - have a buddy!
Anwendungsebene:
- Schüler helfen Schülern (Peer-Helping)
Beteiligte Klassenstufe bzw. Klassenstufen:
3. und 4. JahrgängeUnser Anlass für das Buddy-Projekt:
Nachdem die Schüler Pausenszenen und Verhalten ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen beobachtet hatten, erkannten sie, dass ein Buddy in diesen Zeiten wichtige Funktionen zum gemeinsamen und friedlichen Spiel wahrnehmen kann.Unsere Ziele für das Buddy-Projekt:
Ziel des Buddy-Projektes ist neben der Entwicklung des Gemeinschaftsgefühls, vor allen Dingen auch die Stärkung der sozialen Kompetenzen wie Verantwortungsgefühl oder Empathie.Die Projektstruktur:
- AG
So führen wir das Buddy-Projekt durch:
Sowohl in den Toilettenräumen als auch an den Spielgeräten und an schlecht einsehbaren Winkeln des Schulhofes kommt es gehäuft zu Konflikten, die durch die Anwesenheit oder durch eventuelles Eingreifen der Buddys gelöst werden konnten.Zur Vorgehensweise bei Konflikten übten die Buddys im Rollenspiel zunächst das Beobachten und Einschätzen von Situationen. Sie überlegten Kriterien, die einen Konflikt als Problem definieren, bei dem die Beteiligten der Hilfe von außen bedürfen. Dann übten sie das konkrete Handeln oder Fragen, um streitende Mitschüler zum klärenden Gespräch zu führen.
Auswirkung des Buddy-Projekts auf die Schüler/Atmosphäre der Schule:
Obwohl die Buddy-Projektgruppe in der aktuellen Zusammensetzung erst seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 arbeitet, konnte man schon deutlich ein Gruppenzusammengehörigkeitsgefühl klassen- und jahrgangsübergreifend spüren.Auch das Selbstbewusstsein und die Selbstwahrnehmung der Schüler und Schülerinnen veränderten sich, indem sie Verhaltensweisen und Sprechmuster trainierten und beherrschen lernten.
Schließlich sind viele Buddys durch die Projektarbeit sensibler geworden in ihrer Wahrnehmung von zwischenmenschlichen Spannungen und zeigen sich trotz der Grenzen, in denen sich ihre reale Handlungsmöglichkeit bewegt, zuversichtlich und erfolgsorientiert, als Helfer eine nützliche, soziale Funktion innezuhaben.
Ihr Fazit als Buddy-Lehrerin bzw. Buddy-Lehrer:
Unsere Buddys sollen weiterhin ihre wichtige Bedeutung für die Mitschüler und Mitschülerinnen begreifen, denen sie als Helfer auf der Schüler-Schüler-Ebene begegnen. Sie fungieren nicht als Richter, Polizist oder Lehrer, sondern bewegen sich in Augenhöhe, um zu helfen.Die Buddys
buddY E.V.
Ihre Ansprechpartnerin
Elisabeth Stroetmann
Bildungsreferentin Landesprogramm NRW
Tel.: 0211-30 32 91-26
Fax: 0211 - 303291-22
E-Mail: Elisabeth.Stroetmann
Ihr Ansprechpartner
Martin Nanzig
Bildungsreferent Grundschulen NRW, Bestandsschulen
Tel: 0211-303291-21
Fax: 0211-303291-22
E-Mail: Martin.Nanzig



