Innovatives Programm im Dreieck Schule-Kita-Familie

In keinem anderen europäischen Land ist die familiäre Herkunft so bestimmend für den Bildungsweg eines Kindes wie in Deutschland. Obwohl schon die PISA-Studie 2001 zeigte, dass der Bildungserfolg von Kindern zu zwei Dritteln in der Familie begründet liegt, werden Eltern in Deutschland nicht als Teil des Bildungssystems betrachtet.

Bisher werden Familien als „Bildungsinstitution“ wenig gefördert. Eltern ein Anbebot zu unterbreiten, das sie zu Lernbegleitern macht, zumal eines, das sich in städtischen wie in ländlichen, in großen, wie in kleinen Orten und mit völlig verschiedenen Gegebenheiten vor Ort anwenden lässt. Genau das ist unser Ziel!

Das familY-Programm bildet Eltern, um Kinder zu stärken

Mit dem neuen familY-Programm möchten wir eine veränderte Beziehungs- und Lernkultur in Familien etablieren. Wir konzentrieren uns dabei auf die Zeit des Übergangs von der Kita in die Grundschule. In dieser Zeit sind Familien für Bildungsthemen besonders empfänglich. Innerhalb von drei Jahren, von 2010 bis 2013, entwickeln und erproben wir gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Praktikern vor Ort ein Konzept, das im Anschluss ab 2014  bundesweit von Kommunen eingesetzt werden kann. 

Dreijährige Pilotphase durchlaufen

Das familY-Programm wurde im Anschluss an die Konzeption im Jahr 2012 in zunächst drei Kommunen erprobt: 42 familY-Begleiter moderierten Elterntreffen, die sehr heterogen besetzt waren. Unabhängig jedoch von den Herkunftsnationen, dem eher ländlichen oder städtischen Wohnort oder dem eigenen Bildungshintergrund wurde aus allen Gruppen eine lockere Atmosphäre zurückgespiegelt. Die familY-Begleiter berichteten, dass die Eltern einander unterstützten und als Gruppe eng zusammenrückten. Der Auswertung der Praxiserkenntnisse folgte eine erste Überarbeitung des Konzepts. Eine Rekonzeptionsphase wird 2014 erfolgen.
Das Programm steht interessierten Kommunen bundesweit offen.

Konzeptgrundlage aus Wissenschaft und Praxis

Prof. Dr. Anne Sliwka, Prorektorin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, wertete aktuelle Forschungsansätze aus, die zusammen mit unserer Praxiserfahrung aus dem buddY-Programm die Grundlage für das familY-Konzept bilden. Das familY-Programm wird von der PH Heidelberg wissenschaftlich begleitet. Zur wissenschaftlichen Expertise

In kommunale Strukturen eingebunden

Im Unterschied zu bestehenden Konzepten passt sich familY durch die enge Bindung an Kommunen den strukturellen Gegebenheiten an. Zwar ist der buddY E.V. Träger des Programms, die Umsetzung erfolgt jedoch stets und ausschließlich in Zusammenarbeit mit kommunalen Kooperationspartnern. Erst nach Analyse der individuellen Bedürfnisse vor Ort wird das Programm passgenau angeboten.